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Effeuno P134HA (509 Pro)

Mein elektrischer Pizzaofen für drinnen. Bis 509 °C, große Backfläche, getrennte Ober- und Unterhitze — für neapolitanische Pizza im Haushalt kaum zu schlagen.

Effeuno P134HA (509 Pro)

Der Effeuno ist der Ofen, in dem bei mir die meisten Pizzen landen. Ein elektrischer Hochtemperaturofen mit 230 V und 3,2 kW, der sich zwischen 50 und 509 °C einstellen lässt — Temperaturen, die ein Haushaltsofen prinzipiell nicht schafft. Ober- und Unterhitze sind getrennt regelbar, und genau das macht den Unterschied: Man kann Boden und Rand unabhängig steuern, statt einen Kompromiss zu backen.

Ich habe die HA-Version — das „A“ steht für die höhere Backkammer (rund 17 cm statt der knapp 15 cm beim normalen P134H). Der Zusatzraum ist Gold wert, wenn man mal ein Brot oder eine hohe Focaccia hineinstellen will. Ehrlich gesagt: Ich bin ein großer Freund von beiden, dem P134H wie dem P134HA. Für reine Pizza reicht die niedrige Kammer locker, die hohe ist der Luxus für alles andere.

Der Effeuno P134HA mit hoher Backkammer — hier ist Platz für mehr als nur Pizza.

Wie ich ihn einstelle

Die 509 °C fahre ich fast nie voll aus. Üblicherweise stelle ich ihn zwischen 430 und 460 °C ein — damit gehen neapolitanische Pizzen in 60 bis 90 Sekunden perfekt auf, ohne dass mir der Boden verbrennt, bevor der Rand Farbe hat.

Bei mir liegt ein Biscotto-Stein drin (Schamotte aus Sorrent), der weniger schlagartig abgibt als die Standardplatte und damit den typisch fleckig-gebräunten neapolitanischen Boden macht, ohne ihn zu verkohlen. Der Biscotto braucht dafür Zeit: mindestens 30 Minuten Vorheizen, besser 45. Wer nach 15 Minuten einschießt, weil die Anzeige „fertig“ meldet, ist enttäuscht — und das zu Unrecht.

Die Backfläche misst 35 × 40 cm. Ich mache damit am liebsten 32-cm-Pizzen — die passen bequem und lassen sich noch gut drehen und ausbacken. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei rund 1,8 kWh, also überschaubar für das, was der Ofen leistet.

Er braucht Platz — und einen Plan dafür

Der Effeuno ist kein kleines Gerät. Man braucht entweder einen festen Platz oder — mein Tipp — einen Rollwagen. Ich nutze den günstigen Rollwagen von Vevor (bei Amazon), und der ist wirklich super: stabil, fährt gut, und unten passt sogar noch die Knetmaschine rein. (Ja, meine Anfänge waren mit der KitchenAid von Mama — man wächst da rein.)

Neu teuer, gebraucht ein Schnäppchen — aber Vorsicht

Neu kostet der Ofen über 1000 Euro. Es lohnt sich, auf Kleinanzeigen die Augen offenzuhalten — ich habe für meinen deutlich weniger gezahlt.

Aber Vorsicht: Gerade sind dort viele Betrüger unterwegs. Meine Regeln, ohne Ausnahme:

  • Nur Abholung. Kein Versand.
  • Nie Vorkasse. Bezahlt wird bei der Abholung, wenn der Ofen vor dir steht.
  • Wer auf Versand gegen Vorkasse drängt, will dein Geld, nicht den Ofen verkaufen.

Ihr seid gewarnt.

Für wen sich das nicht lohnt

Wer ausschließlich römisch, New York oder Blech backt, braucht keinen Effeuno — dort reicht ein Backstahl im Haushaltsofen. Und wer nur ein paarmal im Jahr Pizza macht, wird die Anschaffung schwer rechtfertigen können. Für draußen und zum Einstieg ist der Gas-Pizzaofen von Lidl die deutlich günstigere Tür ins Hobby.