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Gas-Pizzaofen von Lidl (Grillmeister)

Meine Einstiegsdroge. Ein gasbetriebener Pizzaofen zum Sparpreis — backt draußen erstaunlich gute Pizza und ist der günstigste Weg herauszufinden, ob das Hobby etwas für dich ist.

Gas-Pizzaofen von Lidl (Grillmeister)

Dieser Ofen war meine Einstiegsdroge. Der gasbetriebene Grillmeister-Pizzaofen, den es bei Lidl immer mal wieder im Angebot gibt, backt draußen wirklich nette Pizzen — sobald man den Dreh raushat. Und für den Preis ist er schlicht die vernünftigste Art herauszufinden, ob dich das Thema packt, bevor du über einen Effeuno nachdenkst.

Was er kann — und wo die Grenze ist

Er backt kleinere Pizzen als ein Effeuno oder Ooni. Der Cordierit-Stein misst 30,5 × 30,5 cm (nicht ganz die 33 cm, die man im Kopf hat). Auf dem Papier klingt das nach 30er-Pizza — in der Praxis werden aber die Hitzeschutzbleche am Rand zu heiß, sodass eine Pizza mit maximal etwa 28 cm realistisch ist. Alles darüber stößt an die heißen Kanten.

Lidl gibt die Höchsttemperatur mit rund 400 °C an und eine Aufheizzeit von etwa 15 Minuten. In der Praxis würde ich eher 20 bis 30 Minuten einplanen, bis der Stein wirklich durchgeheizt ist und die 420–450 °C bringt, die eine gute neapolitanische Pizza mag. Gas heißt: schnell auf Temperatur, gut steuerbar — aber du backst draußen, und Wind und Wetter reden mit.

Für den Preis unschlagbar

Regulär liegt er bei rund 90 Euro, im Angebot geht er auch mal für unter 60 Euro über die Theke. Um zu testen, ob aus der Neugier ein Hobby wird? Unschlagbar. Wer dann Blut leckt, weiß hinterher viel genauer, was der nächste, teurere Ofen können muss.

Neu: die Elektroversion

Passend dazu ist bei Lidl inzwischen auch eine Elektroversion herausgekommen — für Einsteiger, die drinnen backen wollen, sieht die richtig nett aus. Sie heißt korrekterweise Silvercrest Pizzaofen SPE 2400 A1 (nicht Grillmeister — das ist die Gas-Linie) und kostet 99,99 Euro. Mit 2400 W, bis 450 °C, getrennt regelbarer Ober- und Unterhitze und einem Cordierit-Stein von rund 38 × 35,5 cm ist das für den Preis ein bemerkenswert ausgestatteter Einstieg — im Prinzip ein kleiner Bruder des Effeuno für drinnen.

Für wen sich das nicht lohnt

Wer von vornherein weiß, dass er drinnen und häufig backen will, spart am Ende Geld, wenn er direkt zum Effeuno greift. Und wer nur Blech- oder New-York-Pizza im Haushaltsofen plant, ist mit einem Backstahl besser bedient.