Brot & mehr
Rüblikuchen mit Frischkäse-Topping
Saftiger Karottenkuchen mit Haselnüssen, Zimt und Schokolade, dazu ein Frischkäse-Topping mit Zitrone. Hält sich tagelang und wird dabei eher besser.
Von Philip ·
- Arbeitszeit
- 40 min
- Niveau
- Einsteiger

Zubereitung
Aufschlagen
Butter, Rapsöl, braunen Zucker, Zucker und Vanillezucker 5 bis 6 Minuten hell und luftig aufschlagen. Diese Zeit ist keine Empfehlung, sondern der Grund, warum der Kuchen locker wird — hier wird die Luft eingeschlagen.
Die Eier einzeln unterrühren und jedes vollständig einarbeiten, bevor das nächste dazukommt. So gerinnt die Masse nicht.
Trockenes unterheben
Mehl, Backpulver, Salz, Zimt und Ingwer in einer Schüssel vermischen.
Die Mischung nur kurz unter die Buttermasse arbeiten — nur so lange, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Wer jetzt lange rührt, entwickelt Kleber, und der Kuchen wird zäh statt mürbe.
Einlagen unterheben
Karotten, Haselnüsse und Zitronenabrieb vorsichtig unterheben.
Die gehackte Schokolade zuletzt unterheben, damit sie sich nicht am Boden sammelt.
Backen
Den Teig in eine gefettete 26er-Springform füllen und glatt streichen.
Bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 55 Minuten backen. Stäbchenprobe machen — durch die Karotten bleibt der Kuchen feucht, an einzelnen Krümeln erkennt man ihn trotzdem als fertig.
Vollständig auskühlen lassen. Das ist Pflicht, nicht Geduldsprobe — auf einem warmen Kuchen zerläuft das Frischkäse-Topping.
Frischkäse-Topping
Frischkäse, weiche Butter, Puderzucker, Zitronenabrieb und Zitronensaft glatt verrühren.
Den vollständig ausgekühlten Kuchen damit bestreichen.
Nach Belieben mit gehackten Haselnüsten, fein geriebenen Karottenstreifen, Marzipanmöhrchen oder gehackten Pistazien dekorieren.
Rüblikuchen ist einer der dankbarsten Kuchen überhaupt: Er gelingt fast immer, er braucht keine besondere Technik, und er wird über zwei, drei Tage eher besser als schlechter. Die Karotten sind der Grund — sie bringen so viel Feuchtigkeit mit, dass der Kuchen kaum austrocknen kann.
Warum Butter und Öl
Die Kombination sieht auf den ersten Blick überflüssig aus, hat aber einen Grund. Butter bringt Geschmack und lässt sich aufschlagen, dabei nimmt sie Luft auf — das macht die lockere Struktur. Öl bleibt auch im Kühlschrank flüssig und hält den Kuchen deshalb saftig, wenn er kalt wird. Ein reiner Butterkuchen wird gekühlt fest, ein reiner Ölkuchen schmeckt flach. Zusammen bekommst du beides.
Die zwei Stellen, an denen es schiefgeht
Zu kurz aufgeschlagen. Die 5 bis 6 Minuten für Butter, Öl und Zucker sind der eigentliche Lockerungsschritt. Backpulver allein rettet einen Teig nicht, in den keine Luft eingeschlagen wurde.
Zu lange gerührt, nachdem das Mehl drin ist. Ab dem Moment, in dem Mehl auf Flüssigkeit trifft, entsteht Kleber — bei Brot willkommen, bei Kuchen der Feind. Nur so lange arbeiten, bis kein Mehl mehr sichtbar ist, dann aufhören.
Das Topping braucht die Säure
Frischkäse, Butter und Puderzucker allein sind eine sehr süße Angelegenheit. Zitronenabrieb und Zitronensaft sind hier kein Aroma-Extra, sondern der Gegenspieler zur Süße — ohne sie schmeckt das Topping schnell nach nichts als Zucker.
Und der Kuchen muss wirklich vollständig ausgekühlt sein. Bei Handwärme beginnt die Butter im Topping zu schmelzen, und dann läuft es an den Seiten herunter, statt oben liegen zu bleiben.
Edlere Varianten
Orange und Pistazie. Den Zitronenabrieb durch Orangenschale ersetzen, 50 g gehackte Pistazien in den Teig oder als Dekoration, dazu ein Hauch Orangenblütenwasser im Topping. Fruchtig und elegant, erinnert an orientalisches Gebäck.
Karamellisierte Walnüsse. 70 g karamellisierte Walnüsse grob hacken und darüberstreuen, dazu etwas Fleur de Sel. Knusprig, leicht salzig und mit einer schönen Karamellnote gegen die Süße.